Wieso laufen Krebse immer seitwärts?
Mit etwas Glück könnt Ihr bei Niedrigwasser beobachten, wie eine Strandkrabbe flink über den Meeresboden flitzt - das kann sie seitwärts am besten.

Ziemlich außerirdisch sieht es aus, wenn aufgescheuchte Krebse am Strand davonlaufen: Wie Ufos vor dem Abheben stemmen sie ihren gepanzerten Körper in die Höhe und tragen ihn dann auf acht Beinen davon – und das auch noch seitwärts! Sie können gar nicht anders, wenn sie schnell sein wollen. Denn die gepanzerten Gelenke lassen wie Scharniere nur eine Bewegung in eine Richtung zu, und die Beine liegen so dicht hintereinander, dass es nur seitwärts geht.
In Friesland nennt man die Strandkrabben deshalb nicht ohne Grund auch „Dwarslöper“, also Querläufer. Wenn Ihr mal einen toten Krebs am Strand findet, nehmt ihn doch einfach mal in die Hand und versucht, die Beinchen zu bewegen – nach vorne und hinten geht es kaum, zur Seite allerdings sehr gut. Ähnlich eingeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit müssen sich früher die Ritter in ihrer Rüstung gefühlt haben... Für die Krebse bewährt es sich offensichtlich bis heute, ihren Körper mit einem Panzer lieber vor feindlichen Angriffen zu wappnen, statt die Flucht nach vorn anzutreten.
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